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E-Mail: freiwilligendienste@drk-baden.de
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Mo. - Fr. 09:00 - 12:00 Uhr
Mo. - Do. 13:30 - 16:00 Uhr
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Mit einem Sommerfest voller Tanz, Musik und Emotionen haben wir den diesjährigen internationalen Jahrgang unserer Freiwilligen aus Mexiko und Peru verabschiedet – und dabei wurde einmal mehr spürbar, wie bereichernd internationale Freiwilligendienste für alle Beteiligten sind.
Rund 28 junge Erwachsene aus Lateinamerika – 20 aus Mexiko, 8 aus Peru – haben im vergangenen Jahr ihren Freiwilligendienst in sozialen Einrichtungen im Raum Freiburg absolviert. Sie unterstützten mit großem Engagement Kitas, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie Seniorenheime. Die meisten von ihnen lebten während ihres Einsatzjahres in Gastfamilien, ein paar aber auch in Wohngemeinschaften, die ihnen ein Zuhause auf Zeit boten – und oft auch weit mehr als das.
Das große Sommerfest zum Abschluss dieses besonderen Jahres war ein bewegender Moment: Für die Freiwilligen, die nun auf eine intensive Zeit zurückblicken. Für die Gastfamilien, die nicht nur Platz in ihren Wohnungen geschaffen, sondern auch ihre Herzen geöffnet haben. Und für Kolleg*innen, Mentor*innen und Freund*innen, die gekommen waren, um gemeinsam zu feiern, Abschied zu nehmen – und Danke zu sagen.
Das Buffet war so vielfältig wie die Erfahrungen der letzten Monate: Es wurde gegessen, gelacht und erzählt – über erste sprachliche Herausforderungen, über kleine kulturelle Missverständnisse, über persönliche Entwicklungen, die oft weit über das hinausgingen, was ein Freiwilligendienst auf dem Papier verspricht.
Besondere Highlights des Festes waren die traditionellen Tanzdarbietungen aus Mexiko und Peru, die nicht nur farbenfroh und rhythmisch waren, sondern auch ein Stück Heimat in den Veranstaltungsraum brachten. Ein weiterer Programmpunkt war eine kurze Theaterperformance, in der Freiwillige humorvoll, aber auch nachdenklich Szenen aus dem Alltag darstellten, wenn der noch nicht so umfangreiche Wortschatz zur Herausforderung wurde.
Einer der emotionalsten Momente war zweifellos die Dankesrede der Freiwilligen an ihre Gastfamilien, Mentor*innen und Freund*innen. Zweisprachig – auf Spanisch und auf Deutsch – trugen sie ihre Worte vor und schenkten dem Publikum dabei einen tiefen Einblick in ihre Erfahrungen:
„Am Anfang war es nicht leicht: ein neues Land, eine neue Sprache, andere Gewohnheiten, fremde Tagesabläufe – und vor allem neue Familien, die zunächst nicht unsere eigenen waren.“
Doch was zunächst fremd war, wurde durch Geduld, Unterstützung und Offenheit zu einem Gefühl von Zuhause: „Wir schätzen jeden einzelnen Moment und all die Mühe, die ihr euch gegeben habt, damit wir uns willkommen, begleitet und wie in einer Familie fühlen konnten.“
Auch schwierige Momente wurden nicht ausgespart – im Gegenteil: Die Freiwilligen baten offen um Entschuldigung für Situationen, in denen sie vielleicht unbeabsichtigt Grenzen überschritten haben oder Missverständnisse entstanden. Ihre Worte waren ehrlich und reflektiert:
„Wenn es Momente gab, die vielleicht nicht ideal waren oder in denen wir euch Unannehmlichkeiten bereitet haben, bitten wir aufrichtig um Entschuldigung. Es war nie unsere Absicht, euch Unbehagen zu bereiten. Und wenn eure Erfahrung mit uns vielleicht nicht die beste war, hoffen wir, dass ihr euch trotzdem eines Tages wieder dazu entscheidet, anderen jungen Menschen diese wertvolle Erfahrung zu ermöglichen – denn das, was ihr tut, verändert Leben.“
Zum Schluss blickten sie nach vorn – und luden ihre Gastfamilien herzlich ein, den Kontakt aufrechtzuerhalten:
„Und denkt daran: Falls ihr jemals nach Mexiko oder Peru reist, habt ihr dort immer einen Platz zum Schlafen, zum Essen und um euch willkommen zu fühlen. Wie wir in Mexiko sagen: Mi casa es tu casa. Und wie wir in Peru sagen: Estás en tu casa, vuelve cuando quieras.“
Als DRK-Freiwilligendienste sind wir überzeugt: Der internationale Austausch ist kein einseitiges Geben und Nehmen. Vielmehr entsteht durch ihn ein echtes Miteinander – zwischen Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Generationen und Lebensrealitäten.
Freiwillige lernen nicht nur eine neue Sprache, sondern wachsen persönlich, entdecken neue Perspektiven auf die Welt und bauen Beziehungen auf, die weit über das Dienstjahr hinausgehen. Gastfamilien öffnen ihre Türen – und gewinnen oft ein neues Familienmitglied hinzu. Einsatzstellen erleben motivierte junge Menschen, die mit neuen Ideen, Offenheit und großem Einsatz zur Arbeit beitragen.
Das Sommerfest hat noch einmal eindrucksvoll gezeigt: Internationale Freiwilligendienste schaffen Verbindungen. Sie bauen Brücken. Und sie hinterlassen Spuren – im Leben der Freiwilligen, aber auch in unseren Gemeinden und Einrichtungen.
Wir suchen fortlaufend Gastfamilien, die bereit sind, junge Menschen aus aller Welt für einige Monate aufzunehmen – mit Herz, mit Offenheit und mit Lust auf Austausch. Ebenso freuen wir uns über neue Einsatzstellen, die internationale Freiwillige begleiten und fördern möchten. Und auch unsere Mentor:innen, die insbesondere in der Anfangszeit den Freiwilligen mit Rat und Tat zur Seite stehen sind eine wichtige Stütze während des Freiwilligendienstes.
Wer einmal dabei war, weiß: Es ist ein gegenseitiges Geben und Wachsen – und eine Erfahrung, die bleibt.
Interesse? Hier gibt es weitere Informationen für Gastgeber*innen und Mentor*innen.