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Mehr als Zeit überbrücken: Ein FSJ, das Perspektiven schafft

Ein Interview zum Freiwilligen Sozialen Jahr beim DRK-Kreisverband Baden-Baden

Ein Jahr lang etwas ausprobieren, neue Leute treffen und herausfinden, was man wirklich kann – genau das erlebt einer unserer Freiwilligen gerade in seinem Freiwilligen Sozialen Jahr beim DRK-Kreisverband Baden-Baden. Seit September ist er dort im Einsatz und merkt: Ein FSJ kann viel mehr sein als „Zeit überbrücken“. Im Interview erzählt er, warum er sich dafür entschieden hat, was ihm am meisten Spaß macht und weshalb ein Freiwilligendienst gerade nach der Schule ein echter Gewinn sein kann.

Warum hast du dich für einen Freiwilligendienst entschieden?

Nach der Schule wusste ich nicht genau, wohin es gehen soll. Ich war zwar für Landschaftsarchitektur angenommen, wollte aber vorher praktische Erfahrungen sammeln. Über Freunde und Familie bin ich aufs FSJ gekommen. Das Vorstellungsgespräch und der Probetag liefen gut – eine Woche später hatte ich den Vertrag.

Was hat dich endgültig überzeugt?

Vor allem, dass ich endlich Verantwortung übernehmen und echte Einblicke ins Arbeitsleben bekommen kann. Ein FSJ macht sich zwar gut im Lebenslauf, aber wichtiger war mir, nicht nur zuzuhören, sondern selbst etwas zu tun.

Welche Aufgaben hast du in der DRK‑Geschäftsstelle Baden‑Baden?

Es ist eine Mischung aus Büroarbeit und praktischen Einsätzen. Ich lege Kurse an, drucke Unterlagen oder bearbeite Abmeldungen. Außerdem begleite ich den Hausnotruf, schließe Geräte an oder tausche sie aus. Dazu kommen Aufgaben in der Rettungswache. Ein großer Bereich ist die Erste Hilfe: Ich werde zum Ausbilder qualifiziert und gestalte jetzt schon unter Anleitung Kurse mit.

Was macht dir davon am meisten Spaß?

Ganz klar die Erste‑Hilfe‑Kurse. Ich arbeite gern mit Menschen, beantworte Fragen und merke, dass ich etwas vermitteln kann. Die Gruppen sind sehr unterschiedlich – das macht es spannend.

Was ist für dich der größte Gewinn aus deinem FSJ?

Die gesamte Erfahrung. Es gibt Höhen und Tiefen, aber das Positive überwiegt. Besonders profitiere ich von der Sanitätsausbildung und der Qualifizierung zum Erste‑Hilfe‑Ausbilder. Damit kann ich später auch bei anderen Kreisverbänden Kurse geben – eine gute berufliche Absicherung. Und falls ein Studium nicht klappt, wäre der Rettungsdienst ein Plan B.

Würdest du den Freiwilligendienst weiterempfehlen?

Auf jeden Fall – vor allem denen, die nach der Schule Orientierung suchen. Es gibt so viele Einsatzbereiche, da findet jeder etwas Passendes. Und viele wissen gar nicht: Ein FSJ wird schon ab sechs Monaten anerkannt.

Wie erlebst du die Seminarwochen?

Sehr positiv. Am Anfang kennt man sich noch nicht, aber das ändert sich schnell. Die Seminare sind abwechslungsreich – wir hatten zum Beispiel Besuch von der Hundestaffel oder waren Schlittschuhlaufen. Unsere Teamerinnen sind wirklich engagiert.